Berufliche Orientierung an der Schönwerth-Realschule

Es ist uns ein Anliegen, unseren Schülern beim Übergang von der Schule in den Berufsalltag bzw. bei der Fortführung der Schullaufbahn an weiterführenden Schulen so gut wie möglich unter die Arme zu greifen. Grundsätzlich stehen Ihrem Kind mit dem Realschulabschluss nicht nur alle beruflichen, sondern auch so gut wie alle schulischen Wege bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife offen.

Generell beginnt mit Eintritt in die 9. Jahrgangsstufe die aktive Phase der beruflichen Orientierung. Im Zuge unserer Kooperation mit der Handwerkskammer (HWK), die idealerweise auch unser unmittelbarer Nachbar in der Fuggerstraße ist, fängt diese für unsere Wahlpflichtfächergruppen I und IIIb (nur im Ausnahmefall auch II) allerdings schon im Laufe des 2. Halbjahr in der 8. Jahrgangsstufe an.
In der 9. Jahrgangsstufe gibt es dann für alle Zweige vier berufskundliche „Basisbausteine“, die sich zeitlich über das komplette 9. Schuljahr hinweg ziehen. Diese sind:

  • Einführungsstunde durch unsere Berufsberaterin Frau Feil (Agentur für Arbeit)
    (Ende September / Anfang Oktober).
    In dieser 45-minütigen Einheit stellt sich Frau Feil als Ansprechpartnerin in jeder 9. Klasse persönlich vor und unterrichtet die Schüler darüber, welche Aufgaben in Sachen Berufswahl anstehen, was es im Bewerbungsverfahren grundsätzlich zu beachten gibt (z.B. wichtige Termine) usw.

  • Vorstellung der Berufswahlmedien des BIZ (Oktober).
    Jeder 9. Klasse werden die Berufswahlmedien des BIZ (= „Berufsinformationszentrum“ der Agentur für Arbeit, Amberg) von unserer Berufsberaterin Frau Feil in einem IT-Saal direkt an unserer Schule vorgestellt. Diese Einheit ersetzt den bisherigen Unterrichtsgang zum BIZ.
    Nach dieser Einführung können sich die Schüler in ihrer Freizeit eigenständig über alle Berufe informieren.

  • Großes Berufswahlseminar an der Schönwerth-Realschule (zweite Februarhälfte).
    Dabei kommen knapp 30 Referenten verschiedenster Ausbildungsberufe an die Schule und stellen diese – teils mit Unterstützung von Auszubildenden – unseren Schülern vor. Letztere konnten sich im Vorfeld vier Berufe aussuchen, über die sie sich an diesem Schulvormittag gezielt informieren wollen.

  • Besuch der Ausbildungsmesse im ACC (Juli)
    Jede 9. Klasse besucht diese Messe einen halben Vormittag lang in Begleitung einer Lehrkraft. Die Schüler können dort in unmittelbaren Kontakt mit Ausbildungsbetrieben treten, Informationen über diese aus erster Hand erlangen, an verschiedenen Workshops teilnehmen u.v.m.


Neben diesen genannten vier „Basisbausteinen“ werden an unserer Schule zusätzlich auch Betriebserkundungen und Bewerbungstrainings durchgeführt, die von einzelnen Lehrkräften individuell organisiert werden.

In den Unterrichtsfächern Deutsch, BwR bzw. Wirtschaft und Recht sowie Informationstechnologie erfahren die Schüler alles Wesentliche in Sachen Bewerbungsschreiben und Berufsorientierung.

Zur Ableistung von Praktika, die ausschließlich während der Ferien abgeleistet werden können, werden die Schüler explizit ermuntert. Hier ist die Eigeninitiative der Schüler obligatorisch. Laut Rückmeldung vieler Betriebe und Personalchefs kann sich der gute Auftritt bei einem Praktikum positiv auf eine späteres Bewerbungsverfahren auswirken.
Auch durch die freiwillige Mitarbeit in der AG Schülerfirma oder die verpflichtende Teilnahme an der Projektpräsentation in der 9. Jahrgangsstufe sammeln Schüler wichtige Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft.

Während der 9. und 10. Jahrgangsstufe können sich unsere Schüler von Berufsberaterin Frau Andrea Feil, die zweiwöchentlich in unser Haus kommt, individuell beraten lassen. Sie bietet ihnen engagierte und professionelle Unterstützung.

Schulische Ansprechpartner in Sachen Berufsberatung sind unsere qualifizierten Beratungslehrkräfte StRin (RS) Krisztina Sprenger und BerR Christian Schön.
Aus vielen Gesprächen mit Personalleitern wissen wir, dass neben guten Noten und evtl. auch entsprechender Zeugnisbemerkung insbesondere die realistische Einschätzung persönlicher Stärken und Schwächen, Motivation, Engagement und Interesse eine ganz entscheidende Rolle für den Erfolg eines Bewerbungsverfahrens spielen.

Die Schönwerth-Realschule wünscht Ihrem Kind in jedem Falle alles Gute für eine erfolgreiche Bewerbung!

Kooperation Handwerkskammer

Die Schüler der achten Klasse, Konrektor Andreas Rupprecht (stehend, 1. v.re.)

und Ausbilder Vitus Eichenseer (stehend, 1. v.li.) sind stolz auf die Ergebnisse.

Die Wahl des richtigen Berufes ist ein entscheidender Schritt im Leben eines jungen Menschen. Aber welcher Beruf passt am besten zu den Fähigkeiten und Interessen des Einzelnen?

Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz bietet deshalb in enger Kooperation mit den Schulen eine Berufsorientierung an, um die Jugendlichen frühzeitig und systematisch auf die Berufswahl vorzubereiten. Die Berufsorientierung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

An der Berufsorientierungsmaßnahme dürfen ausgewählte Klassen der Jahrgangsstufe 8 teilnehmen.

Die mit Bundesmitteln geförderte und kostenlose Berufsorientierung beginnt mit einer sogenannten zweitägigen Potenzialanalyse:
Untersucht werden hierbei Kompetenzen, die im Alltags- und Berufsleben von Bedeutung sind. Verschiedene Übungen sollen den Jugendlichen helfen, sich über ihre Neigungen und Fähigkeiten bewusst zu werden. Die Ergebnisse werden mit den Jugendlichen einzeln besprochen sowie schriftlich festgehalten.

Anschließend absolvieren die Schülerinnen und Schüler zweimal je eine Werkstattwoche (ganztägig) in den Ausbildungswerkstätten und können selbst Hand anlegen, um praxisnah verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Hierbei werden sie von erfahrenen Ausbildern angeleitet und bekommen Rückmeldung zu ihrem Verhalten und ihren Stärken im jeweiligen Berufsfeld.
Am Ende erhalten sie auch ein Zertifikat, das künftigen Bewerbungsunterlagen beigelegt werden kann.

In die vielfältige Berufswelt des Handwerks geschnuppert zu haben und viele Handwerke selber ausgeübt zu haben sind sehr wertvolle Erfahrungen, selbst wenn die Schüler später nicht den Weg des Handwerksberufs einschlagen sollten.