Schönwerth-Realschule - Eine Schule blickt ins 21. Jahrhundert

Der große Schülerzuspruch und viele Neuerungen beweisen es: Viel ist in Bewegung an unserer Schule. Nicht nur traditionelle Unterrichtsformen, sondern auch neue pädagogische Wege rücken in den Fokus. Dies zeigt sich besonders deutlich an den vielfältigen Angeboten, Projekten und Kooperationen, die wir Ihnen auf unserer Homepage vorstellen.

Die Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule befindet sich also auf einem guten Weg, so dass Sie auch weiterhin davon überzeugt sein dürfen, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben und realitäts- bzw. praxisnah auf das spätere (Arbeits-)Leben vorbereitet werden.

Unsere Schule nimmt in der vom Kultusministerium ins Leben gerufenen Initiative „Realschule 21“ eine führende Rolle ein. Ziel dieser Initiative ist es, das Schulprofil der Realschule weiter zu schärfen, das MINT-Angebot zu verbessern und die Zahl der Realschüler, die über die FOS/BOS ein Hochschulstudium anstreben, zu erhöhen.

KOMPASS

Die Schönwerth-Realschule ist eine von vier KOMPASS-Schulen in der Oberpfalz.

Was bedeutet KOMPASS?

KOMPASS steht für „Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein“.

Kompass-Schulen sind Schulen, die auf vielfältige Weise versuchen, mit einer stärkenorientierten Lehr- und Lernkultur eine positive Ausgangslage für die Verbesserung des Schulklimas, der Persönlichkeitsentwicklung sowie für die Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation zu bieten.

Welche Ziele hat KOMPASS?

Grundlegend ist bei KOMPASS die Überzeugung, dass nur Menschen, die sich neben ihrer Schwächen auch und vor allem ihrer Stärken bewusst sind, ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln können. Dieses Selbstvertrauen und das Wissen um die eigenen Stärken sollen unseren Schülerinnen und Schülern die Chance bieten, sich sinnvoll, erfolgreich und zu ihrer eigenen Zufriedenheit in die Gesellschaft einzubringen.

Wie wird an unserer Schule der KOMPASS-Gedanke umgesetzt?

Wir arbeiten in folgenden Bereichen daran, die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und zu fördern:

  • Lern- und Methodenkompetenz,
  • Selbstkompetenz
  • Sozialkompetenz.

Dies geschieht im Bereich der Lern- und Methodenkompetenz beispielsweise durch den Lehrgang Lernen lernen, der in allen 5. Jahrgangsstufen durchgeführt wird. Ergänzend dazu erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften ab der 5. Jahrgangsstufe ein im Verlauf der Schulzeit zunehmend größer werdendes Methodenrepertoire. Lernstrategien, Visualisierungs- und Präsentationsmöglichkeiten oder das Beschaffen, Analysieren und Bewerten von Informationen sind Beispiele für die in diesem Bereich vermittelten Inhalte. In Workshops in der 9. Jahrgangsstufe werden diese Methoden in Hinblick auf die Projektpräsentation wiederholt bzw. weiter vertieft. Zudem wird bei der Erstellung von neuem Unterrichtsmaterial, etwa von Lernjobs, von den Lehrkräften Wert darauf gelegt, dass bekannte methodische Vorgehensweisen in den Aufgabenstellungen Berücksichtigung finden.

Um die Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu steigern, wird an der Schönwerth-Realschule beispielsweise in den gebundenen Ganztagesklassen mit sogenannten Stärkenordnern gearbeitet. Die von den Kindern im Verlauf eines Schuljahres ausgefüllten Arbeitsblätter sollen ihnen selbst Aufschluss darüber geben, wo persönliche Stärken liegen – diese beziehen sich häufig nicht nur auf die Schule sondern spiegeln auch Erfolge im außerschulischen Bereich, etwa im Sport oder in der Musik, wieder.

Mit Hilfe von Checklisten können Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Lernzuwachs reflektieren und ihren Leistungsstand in Kompetenzrastern einordnen. Aus den Kompetenzrastern wird ersichtlich, welche Leistung letztlich am Ende eines Schuljahres erbracht werden sollte. Die Raster zeigen zudem  schrittweise den Weg zu diesem Ziel in einzelnen Lernbereichen auf, sodass auch kleine Fortschritte für die Schülerinnen und Schüler gut erkennbar werden.

Die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler an unserer Schule wird mittels zahlreicher Unternehmungen und Projekte gefördert.

Höflichkeit macht Schule; Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage; Kooperationen mit anderen Schulen; Projekte im Seniorenheim; Aktionen des Arbeitskreises „Soziales Engagement“; Teamtraining in Klassen; Schullandheimaufenthalte und Wintersportwochen sind nur einige wenige Beispiele für ein immenses Spektrum an Aktivitäten, in denen unsere Schülerinnen und Schüler  Sozialkompetenz erwerben und zugleich ihre Selbstkompetenz stärken.

Darüber hinaus spielt KOMPASS an unserer Schule auch in der Ausbildung der Studienreferendarinnen und –referendare eine zentrale Rolle, sodass die Überzeugung von einer stärken- und kompetenzorientierten Lehr- und Lernkultur auch an die angehenden Junglehrer weitergegeben wird.

Schulfach Zukunft

 

Fragen des Schulfachs Zukunft 

  • …hat unser Verhalten Einfluss auf die globale soziale und ökologische Schieflage?
  • …werden für unseren materiellen Wohlstand Mensch und Natur ausgebeutet?
  • …sind wir mitverantwortlich?
  • …was können wir tun?

 

Um unsere Zukunft mitzugestalten, wollen wir

  • …uns informieren und alles kritisch betrachten
  • …uns eine Meinung bilden, obwohl alles sehr kompliziert ist
  • …aktiv werden, wenn wir der Meinung sind, dass es ein „weiter so“ nicht geben kann

 

Unser Motto ist:

Wir lassen uns von der Macht der Anderen und von unserer vermeintlichen Ohnmacht nicht davon abhalten, unsere Zukunft aktiv mitzugestalten.

 

Schulfach Zukunft

Nachhaltigkeit heißt: "Genug für alle und für immer"

Die Medien zeigen uns fast täglich, wie wir für unseren materiellen Wohlstand Mensch und Natur ausbeuten. Ob Klimawandel oder verschmutzte Ozeane, ob hungernde Menschen in Afrika oder ausgebeutete Näherinnen in Bangladesh. Es wird meist ein düsteres Bild gemalt, dass wenig zu Optimismus Anlass gibt.

Ziel dieses vertiefenden Unterrichtes ist, die globale Situation von Mensch und Natur stärker in den Blickpunkt zu rücken, damit sich die Schüler eine Meinung bilden, ob alles ok ist, oder wir etwas ändern müssen.

Unsere Aufgabe ist es nun, die globale soziale und ökologische Situation so darzustellen, dass der Schüler sich eine ausgewogene Meinung bilden kann. Das heißt, es wird nichts beschönigt, es werden aber auch die zahlreichen positiven Ansätze gezeigt, die in den Medien wenig oder gar nicht präsent sind. Und es gibt Anlass zu Optimismus. Denn es gibt viele Geschichten vom guten Umgang mit der Welt. Hier sind es die Menschen wie wir, die im täglichen Leben eine Wandlung der Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit erzeugen. Oft im Interessenskonflikt mit Politik und Konzernen.

In den Klassen 5 bis 7 werden wir uns mit dem Leben der Gleichaltrigen im globalen Süden auseinandersetzten. Ihre Wünsche, Sorgen und Bedürfnisse zu sehen, erweitert das Verständnis für unsere Mitverantwortung für die Welt. Wir wollen verstehen, wie sich die Produktion unseres materiellen Wohlstands auf Menschen in anderen Ländern auswirkt. Denn viele Menschen, die die Dinge unseres täglichen Lebens herstellen, ob Textilien, Lederwaren oder Elektronikprodukte – können von ihrer Arbeit nicht leben.

In den höheren Klassen wird der Interessenskonflikt Wirtschaft – Politik - Gesellschaft in den Vordergrund gerückt. Trotz der komplexen globalen Zusammenhänge können wir uns eine Meinung bilden und handeln. Den interessierten SchülerInnen wird eine breite Palette von Handlungsoptionen geboten. Sie können sich in Fragen des Konsums, der Aufklärung der Öffentlichkeit oder auch zivilpolitisch engagieren.

Das Ziel ist die Bildung einer persönlichen Meinung. Die SchülerInnen werden dabei nicht von einer bestimmten Meinung überwältigt: unser Leitprinzip ist, dass Kontroverses auch kontrovers dargestellt werden muss und unterschiedliche Meinungen erwünscht sind und selbstverständlich akzeptiert werden.

Kooperation Diakonie

Kooperation zwischen dem Seniorenheim der Diakonie und der Schönwerth-Realschule

Seit dem 05.12.2013 besteht zwischen dem Altenheim der Diakonie und unserer Schönwerth-Realschule eine Kooperation - offiziell. Inoffiziell gibt es diese Kooperation schon viel länger, denn bereits seit der Jahrtausendwende gab es regelmäßige Kontakte und Begegnungen zwischen Schülern der damals noch schlicht „Staatliche Realschule“ genannten Bildungsanstalt in der Fuggerstraße und dem Seniorenheim in der Hellstraße.

Über die Jahre wurden diese Bindungen immer stärker. Herzstück dabei ist die mittlerweile zur Tradition gewordene Gestaltung der Weihnachtsfeier im Seniorenheim durch Realschüler aus der 10. oder manchmal auch 9. Jahrgangsstufe. Im Gegenzug kommen die Senioren traditionell im Frühjahr zu einem Gegenbesuch an die Schönwerth-Realschule, wo einen Nachmittag lang (fast) wie früher – und mit all der neuen Technikausstattung der Schönwerth-Realschule doch so anders als damals - die Schulbank gedrückt wird. Gegenseitige Besuche zu Jubiliäen wie z.B. der 40-Jahr-Feier der Schönwerth-Realschule im Oktober 2015, der „Realschulkirwa“ im Juli 2013, dem „Tag der offenen Tür“ an der SRS oder dem jährlichen Sommerfest im Seniorenheim gehören genauso zur gemeinsamen Vita wie gemeinsame Ausflüge in Stadt und Umland oder auch die „anstaltsübergreifende“ Teilnahme an der großen bayernweiten Aktion für eine bessere Pflege mit Demonstrationsmarsch und zentraler Kundgebung auf dem Amberger Marktplatz. Immer wieder besuchten Schüler über die Jahre hinweg Spielenachmittage im Altenheim, interviewten einzelne Senioren und lernten sie als Bereicherung kennen und schätzen.

Mit viel Herzblut, Esprit und Elan war über 15 Jahre Gertrud Wurm als Leiterin des Sozialdienstes unsere geschätzte Kontaktperson im Seniorenheim, bevor sie im Herbst 2016 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihre Nachfolgerin im Amt, Frau Maria Friedrich, führt die Kooperation zusammen mit Heimleiter Marcus Keil engagiert und mit Freude weiter. Seitens der Realschule liegt die Kooperation in der ökumenischen Hand von Dagmar Gawinowski und Christian Schön. Durch die Kontakte über all die Jahre hinweg hat sich zwischen dem Seniorenheim der Diakonie und der Schönwerth-Realschule so etwas wie eine Freundschaft entwickelt.

Egal wie ähnlich sich Schüler und Senioren in den einen und so unterschiedlich sie in so vielen anderen Bereichen sind, die Begegnung von alten und jungen Menschen ist stets eine Bereicherung für beide Seiten. Waren bzw. sind die anfänglichen Berührungsängste erst einmal abgebaut, stand und steht einem näheren Kennenlernen nichts mehr im Wege. Bei allen Konstanten in unserer Kooperation mussten beide Seiten auch Schweres als Teil des Lebens hinzunehmen lernen. So bekamen auf der einen Seite Schüler das Ableben geschätzter Senioren mit, andererseits müssen auch die Senioren immer wieder erfahren, dass die Schüler nach Beendigung der Realschulzeit in eine neue Lebensphase eintreten und dann einfach nicht mehr da sind.

Um dieses diakonische Lernen, also das soziale Lernen mit christlichem Hintergrund, stetig weiter zu vertiefen, wurde im Jahr 2013 auch eine offizielle Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Die Verantwortlichen auf beiden Seiten freuen sich immer über neue Schüler und Klassen, die Lust auf sinnstiftende und schöne Begegnungen zwischen Jung und Alt haben. Frau Gawinowski und Herr Schön sind dafür die Ansprechpartner.

Kooperation FOS

Kooperationsmodell Staatliche Realschule Amberg ↔ Staatliche Fachoberschule Amberg

Ziel der Initiative „Realschule 21“ ist es, das Schulprofil der Realschule weiter zu schärfen. Sie trägt u. a. dem weiter ansteigenden Bedarf an Hochschulabsolventen dadurch Rechnung, dass die Zahl der Realschüler, die über FOS/BOS ein Hochschulstudium anstreben, erhöht werden soll (von ca. 30 % auf 50 %). Insbesondere sollen die Schüler übertreten, die gut qualifiziert und voraussichtlich für ein Studium geeignet sind.

Auch soll die Zahl der Realschulabsolventen, die die Probezeit nicht bestehen oder die FOS vorzeitig verlassen, gesenkt werden. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass dies in Amberg nur auf ca. 10 % zutrifft und auch der Prozentsatz bei Schülern, die vom Gymnasium übertreten, nur unwesentlich geringer ist. 

Um diese Ziele zu realisieren sind u.a. Anstrengungen in den sog. MINT-Fächern und beim Angebot der Fremdsprachen nötig. Außerdem soll die Schnittstelle Realschule - Fachoberschule durch Modellversuche an neun Realschulen optimiert werden.

Die Fachoberschule (FOS) ist eine Berufsbildende Schule der Sekundarstufe II und umfasst die Kl. 11 und 12. Ziel der Fachoberschule ist der Erwerb der Fachhochschulreife. Die Fachoberschule bietet einen direkten und mit zwei Jahren den kürzesten Weg zur Fachhochschule (Attraktivität durch durchgängigen Bildungsgang bis zur Hochschulreife, Entlastung der Gymnasien, Berufsorientierung als Alternative). In Bayern ist auch der Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife mit zusätzlicher 13. Klasse möglich. Die allgemeine Hochschulreife wird erreicht, wenn zwei Fremdsprachen nachgewiesen werden.

Als eine beispielhafte Maßnahme wurden zum 2. Halbjahr z. B. Kombikurse an unserer Schule eingerichtet. Diese werden für Schüler der 9. Jahrgangsstufe hauptsächlich in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik angeboten und im ersten Halbjahr der 10. Jahrgangsstufe durch Lehrkräfte der Fachoberschule direkt an der Fachoberschule weitergeführt. Die Kurse finden im 14-tägigen Rhythmus in Einheiten von je 90 Minuten statt und verstehen sich als Vorbereitungskurse auf die Unterrichtsinhalte der Fachoberschule.

Kooperation OTH

Schönwerth-Realschule und OTH Amberg-Weiden unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung besiegelten Realschuldirektor Lothar Porsch (Schönwerth-Realschule Amberg) und der Präsident der Hochschule Amberg-Weiden (OTH), Prof. Dr. Erich Bauer, am 9. Februar 2012 den Willen zu einer künftigen engen Zusammenarbeit. Bedingt durch die räumliche Nähe der beiden Institutionen in der Stadt Amberg sowie vergleichbare Ausbildungs- bzw. Neigungsschwerpunkte in Naturwissenschaften, Wirtschaft und Sprachen stellt der Vertrag die offizielle Grundlage für die verschiedensten Formen der Zusammenarbeit dar. Geplant sind unter anderem Einladungen von Schülerinnen und Schülern an den HAW-Standort Amberg, das „Schnuppern“ in Vorlesungen oder die Besichtigung von Laboren und der Bibliothek

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung stellt einen Meilenstein dar – sie ist ein Modellprojekt der Kooperation zwischen einer bayerischen Realschule und einer Hochschule für angewandte Wissenschaften

Der kontinuierliche Austausch zwischen der Schönwerth-Realschule als MINT-Schule und der HAW Amberg-Weiden eröffnet - den MINT-Gedanken weiterführend - den Realschülern nun frühzeitig einen Einblick in die vielfältigen Angebote und Möglichkeiten eines Studiums im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Die Kooperation solle auch den Weg für eine leistungsorientierte Durchlässigkeit zur Hochschule weiter ausbauen, so Präsident Bauer. An der HAW Amberg-Weiden ist dies ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsstrategien. Je besser der Übergang von Schule und Beruf zur Hochschule gelinge, desto größer seien die Erfolgserlebnisse junger Menschen. Eine Weichenstellung sei mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung vorgenommen, sie stelle jedoch auch eine Verpflichtung für beide Partner dar. Bauer betonte, dass eine Kooperation gelebt werden müsse, Ideen, wie dies umgesetzt werden könne, gebe es zahlreiche.

Nahezu fünfzig Prozent der Absolventen der Schönwerth-Realschule wählen mittlerweile ihren weiteren Ausbildungsweg über Fachoberschule bzw. Berufsoberschule und schließen ihn durch ein Hochschulstudium ab. Dieser Entwicklung muss natürlich eine moderne Realschule Rechnung tragen, indem nicht nur mit führenden Industrieunternehmen wie Siemens und Grammer Kooperationen vereinbart wurden, sondern auch mit der Fachoberschule in Amberg und nun auch mit der Hochschule Amberg-Weiden.

Eine bereits bestehende Kooperation der OTH Amberg-Weiden mit der Fach- und Berufsoberschule Amberg verbinde die jetzt besiegelte Kooperation mit der Schönwerth-Realschule zu einem ganzheitlichen Ansatz von der Sekundarstufe I bis hin zur anschließenden Berufwelt, so Dr. Wolfgang Weber, Leiter der Studienberatung an der OTH.

Als Ansprechpartner wurden an der Schönwerth-Realschule Seminarrektor Jochen Ringer, an der HAW Amberg-Weiden Prof. Dr. Andreas Weiß (Dekan der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik) benannt.

Kooperation Willmannschule

Einen Stein ins Rollen gebracht- Schönwerth-Realschule startet Kooperation mit Willmannschule

Am Anfang stand die Klassenlektüre „Simpel“ – ein Buch, in dem auf unsentimentale, manchmal traurige, vielfach umwerfend komische und dennoch feinfühlige Art und Weise die Geschichte von dem siebzehnjährigen Colbert erzählt wird, der sich liebevoll um seinen fünf Jahre älteren behinderten Bruder „Simpel“ kümmert. Es folgte im Deutschunterricht eine längere Beschäftigung der Klasse 9c mit dem Thema „Anderssein“ und eine Auseinandersetzung mit Problemen, die Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft haben, die auf besondere Fürsorge und Förderung angewiesen sind. Und plötzlich stand die Idee im Raum: Ein Besuch am Sonderpädagogischen Förderzentrum, Standort Willmannschule, sollte stattfinden. Es wäre gelogen, zu sagen, dass die Begeisterung bei allen in der Klasse anfangs Wogen geschlagen habe, aber auch Skeptiker ließen sich überzeugen und nach und nach entwickelten wir ein Konzept für den Besuch. Wichtig war, dass die Neuntklässler dabei selbst aktiv werden sollten. Nach mehreren Absprachen mit Frau Adams und Frau Altmann von der Willmannschule stand der „Plan“: Je zwei Neuntklässler wählten ein Kinderbuch aus, das sie selbst für einen gelungenen Lesevortrag vorbereiteten. Oberstes Ziel war es dabei, die Erst- und Zweitklässler der Willmannschule in das Vorlesen mit einzubeziehen, Fragen zu stellen, zum Thema passend zu basteln, zu malen, leichte Quizfrage auszuarbeiten usw.Jede Schülerin und jeder Schüler bastelte zudem Lesezeichen, die den kleinen Zuhörern am Ende des Besuchs überreicht werden sollten. Ein Bus brachte uns schließlich am 1. Juni zur Willmannschule, in der wir vom Schulleiter, Herrn Knauer, freundlich empfangen wurden. In einem kurzen Vortrag informierte er uns über die Arbeit des Sonderpädagogischen Förderzentrums und beantwortete Fragen zur Schulsituation, zum Unterricht und zum weiteren Ablauf des Tages. Danach wurden die Gruppen eingeteilt, und jede Zweiergruppe startete innerhalb ihrer Kindergruppe mit dem Vorlesen der Bücher. Schnell verflog bei den Kleinen die anfängliche Scheu und machte vielfach ungebremster Begeisterung und Zutraulichkeit Platz. Einen Höhepunkt stellte sicher das Vorlesen eines Buches über die Arbeit der Feuerwehr dar, in dessen Verlauf die Kinder sogar mit richtiger Feuerwehrausrüstung in Berührung kamen und so hervorragend mit einbezogen wurden, dass sie die „Großen“ am Ende gar nicht mehr gehen lassen wollten. Zahlreiche selbst gemalte Bilder wurden unseren Schülern mit auf den Heimweg gegeben, und Geschenke wie ein Freundschaftsband und Abschiedsumarmungen machten deutlich, dass die Erst- und Zweitklässler unsere Schüler am liebsten gleich dabehalten hätten. Auch die Schüler der höheren Jahrgangsstufen der Willmannschule hatten unseren Besuch vorbereitet und eigens für uns Muffins gebacken. Am Ende des Vormittags waren sich alle Beteiligten sicher: Es gibt ein Wiedersehen im nächsten Schuljahr, dies war der Startschuss für eine Kooperation beider Schulen. Und wieder einmal ist deutlich geworden: Es braucht eine Idee, es braucht eine Klasse, die bereit ist, sich auf Neues einzulassen, sich zu begeistern  und sich zu engagieren – und dann ist alles ganz simpel.