Fremdsprachen

Bilingualer Sachfachunterricht

Was ist bilingualer Sachfachunterricht?

Ein Sachfach – an unserer Schule ist es Erdkunde – wird auf Englisch unterrichtet. Im Vordergrund steht dabei die Thematik des Sachfachs und nicht die Grammatik oder Rechtschreibung der Fremdsprache. Auch wenn die Sprechfertigkeit („Communication“) und das Lese- und Hörverstehen in der Fremdsprache verbessert werden können: Bilingualer Sachfachunterricht ist kein Fremdsprachenunterricht und demnach auch kein Förder- oder Nachhilfeunterricht für Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten im Fach Englisch haben!

Welche Vorteile bringt dieser Unterricht?

  • Ihr Kind erhält mehr Gelegenheit, Englisch zu sprechen und sich mit englischsprachigen Inhalten zu beschäftigen.
  • Ihr Kind erhält mehr Selbstvertrauen im Umgang mit der fremden Sprache.
  • Ihr Kind wird eine bessere Fremdsprachenkompetenz erwerben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Schüler, die am bilingualen Sachfachunterricht teilnehmen, teilweise einen Vorsprung bis zu zwei Jahren gegenüber ihren Mitschülern erzielen.
  • Ihr Kind wird auf eine globalisierte Berufswelt vorbereitet.
  • Ihr Kind hat oftmals größere Chancen bei der Berufswahl.
  • Ihr Kind gewinnt auf neue Weise Einblicke in andere Länder und Kulturen.

Welche Voraussetzungen sollte Ihr Kind mitbringen?

Entscheidend ist nicht so sehr die Note im Fach Englisch. Wichtig ist vielmehr ein ausgeprägtes Interesse am Sachfach. Ihr Kind sollte sich also für Fragen und Inhalte in Sachfach begeistern können. Daneben muss es sich mehr als üblich im Unterricht und bei der Vor- und Nachbereitung des Lernstoffs engagieren. Außerdem muss es bereit sein sich auf Englisch zu äußern. Eine Checkliste, die wir Ihnen zur Verfügung stellen, hilft Ihnen und Ihrem Kind bei der Entscheidung.

Wie läuft der bilinguale Sachfachunterricht ab?

Die Anmeldung für den bilingualen Sachfachunterricht erfolgt im Rahmen der Entscheidung für die Wahlpflichtfächergruppen. Von Start Vorbereitungskurs bis Ende Vorbereitungskurs nehmen diejenigen Schüler, die sich für diesen Unterricht entschieden haben, an einem Vorbereitungskurs teil, in dem vor allem sachfachbezogener Wortschatz, aber auch Methoden für den bilingualen Sachfachunterricht ab Klasse 7 vermittelt werden. In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 wird Ihr Kind in Sachfach weitestgehend auf Englisch unterrichtet. Weil die Inhalte möglichst verständlich, handlungsorientiert und schülergerecht vermittelt werden, steht für den bilingualen Sachfachunterricht eine zusätzliche Stunde zur Verfügung (2+1 Wochenstunden). Der erweiterte Zeitrahmen hilft natürlich auch, das - durch die fremdsprachigen Inhalte bedingte - leicht verlangsamte Lerntempo auszugleichen

Wie werden die Leistungen bewertet?

Grundsätzlich gilt: Inhalt kommt vor Sprache. Das heißt, die mündlichen und schriftlichen Leistungsnachweise Ihres Kindes werden nicht sprachlich bewertet. Es geht ausschließlich um inhaltliche Richtigkeit. Insofern unterscheidet sich der englischsprachige Sachfachunterricht in keiner Weise vom herkömmlichen Sachfachunterricht.

Wo bekommen Sie weitere Informationen?

Möglicherweise haben Sie weitere Fragen, die durch die obigen Informationen noch nicht beantwortet worden sind. Wir stehen Ihnen deshalb jederzeit gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Ansprechpartner an unserer Schule ist StR (RS) Peter Luschner. Daneben gibt Ihnen die Internet-Seite des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München weitere Informationen: http://www.bayern-bilingual.de/Realschule

franceMobil

"Französisch - mag isch": Besuch des FranceMobil an der Schönwerth-Realschule

Am Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24. September, bekamen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen an der Schönwerth-Realschule in Amberg die einmalige Gelegenheit, die französische Sprache von einem Muttersprachler vermittelt zu bekommen. Gauthier Fabre, ein junger Franzose, besuchte die Realschule mit dem FranceMobil. Sein Auftrag: Lust auf die Sprache und Kultur unseres Nachbarlandes zu machen.

Das ist dem sympathischen Franzosen mehr als gelungen. Mit Hilfe von Spielen und einfachen Sprechsituationen erhielten die Schüler einen ersten Einblick in die Fremdsprache und Antworten auf grundlegende Fragen zu Frankreich. In einem interkulturellen Quiz konnten die Sechstklässler ihr Wissen testen, sie lernten sich in der Fremdsprache vorzustellen und stellten im Spiel fest, dass sie bereits über beträchtliche Grundkenntnisse des Französischen verfügen. Viele von ihnen gaben nach dem "Unterricht" an, im kommenden Schuljahr den Französischzweig der Realschule belegen zu wollen.

Das FranceMobil fährt seit 2002 durch ganz Deutschland, besucht Schulen und Kindergärten, um den Kindern und Jugendlichen einen authentischen Eindruck der Sprache und Kultur Frankreichs zu geben und dazu zu motivieren, Französisch zu lernen. In den vergangenen dreizehn Jahren hat das Programm mit seinen Aktionen und Angeboten bundesweit mehr als 12.300 Schulen erreicht. Es wird von der französischen Botschaft und der Robert Bosch-Stiftung organisiert. Und es gibt auch ein Äquivalent in Frankreich: Hier fährt das DeutschMobil durch die Lande und informiert über unsere Sprache und Kultur.

Der Besuch des FranceMobil ist nur eine von mehreren Aktionen, die auch in diesem Schuljahr an der Schönwerth-Realschule geplant sind, um den Schülern einen Einblick in die französische Kultur und Sprache zu vermitteln. Daneben ist u.a. eine "Französische Pause" vorgesehen, in der Spezialitäten des Nachbarlandes probiert werden können. Gerade durch diese Aktivitäten, so sind die Französischlehrkräfte an der Realschule überzeugt, können den Jugendlichen neben der bloßen Sprachkenntnisse auch wichtige kulturelle Kompetenzen gelehrt werden, was auch im Hinblick auf die Anforderungen im Berufsleben sehr wichtig ist.