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Julian beim Science-Day

Auf den Science Day wurde ich dank des Angebotes unserer Schule aufmerksam. Daraufhin informierte ich mich erst einmal im Internet über die verschiedenen Kategorien, die uns zur Verfügung standen und setzte mich zudem auch mit dem ganzen Projekt interessiert auseinander. Als ich mich für zwei Themen entschieden hatte, musste ich die mir vorgegebenen  Experimente aufarbeiten und weiter ausführen. Danach schickte ich meine fertig gestellte Bewerbung an die Uni. Kurze Zeit später erfuhr ich mit großer Begeisterung, dass ich in Biologie und Chemie genommen wurde, allerdings fiel meine Wahl auf das Fach Biologie. Dann bestand meine Aufgabe darin, die Experimente sowohl an der Uni in Regensburg als auch zu Hause vorzubereiten und durchzuführen. Am 25. Juli 2017 ging es für mich dann mit großer Vorfreude auf den Science Day an die Universität, die in der Hauptstadt des Regierungsbezirkes Oberpfalz liegt. Es stand dort für jedes Kind oder jede Gruppe von unterschiedlichsten Schulen ein eigener Stand zur Verfügung, den sie mit ihren zuständigen Professoren oder Studenten aufbauten. Interessierte Kinder, aber auch zahlreiche Erwachsene besuchten die Veranstaltung, um unseren Vorträgen zu lauschen. Am Ende des Tages wurde dann jeder noch mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Amberger Schulschachcup

Schach als Denksport wird an Schulen immer populärer. Viele weiterführende Schulen haben Schulschachgruppen oder wie die Realschule sogar eine Profilklasse Schach. Auf Initiative von Andreas Rupprecht, dem stellvertretenden Schulleiter und Schachgruppenleiter der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule Amberg wurde somit der „Amberger Schulschachcup“ ins Leben gerufen. In der Turnierserie treten die Teams der umliegenden Schulen gegeneinander an und sammeln wertvolle Turniererfahrung. Das erste Aufeinandertreffen fand in der letzten Schulwoche an der Realschule statt. Trotz vieler an den Schulen stattfindenden Aktionen in dieser Zeit traten insgesamt sechs 4er-Teams an, die im Modus „jeder gegen jeden“ die Plätze ausspielten. Dass hier Anfängermannschaften der Unterstufe auch auf Vereinsspieler der Mittelstufe trafen, tat dem Spaß am Turnier keinen Abbruch. Besonders erfreulich war, dass ein Mädchenteam aus Spielerinnen der Realschule und der Johanna-Decker-Schule gebildet werden konnte und dieses den favorisierten Teams sogar Punkte abknöpfen konnte. Am Ende eines kurzweiligen, aber auch anstrengenden Turniertages setzte sich letztlich verdient die von Studienrat und Vereinsschachspieler Daniel Ertl betreute Mittelstufenauswahl des Max-Reger-Gymnasiums vor der Mittelstufenmannschaft des Erasmus-Gymnasiums, begleitet vom Schachgruppenleiter Studienrat Thomas Güldenberg, durch. Aber auch die beiden Unterstufenmannschaften der Realschule können stolz darauf sein, den älteren Mittelstufenteams das Leben sehr schwer gemacht zu haben. Bei der Siegerehrung erhielten alle Mitspieler Urkunden und waren sich schnell einig, dass diese schulverbindende Turnierserie in Amberg auf jeden Fall im nächsten Schuljahr weitergeführt wird.

Festliche Verabschiedung der Realschul-Absolventen

Mit den Worten „Dies waren eure letzten beiden Stunden als Realschüler“ wandte sich zweiter Konrektor Michael Brunner gegen Ende der Entlassfeier im ACC an die knapp 200 Absolventen der Schönwerth-Realschule. Dabei zog sich das Thema „Zeit“ leitmotivisch durch die Veranstaltung und der eine oder andere Absolvent dürfte dabei neben der Vorfreude auf all das Kommende wohl immer wieder auch etwas Wehmut verspürt haben. So trafen die beiden Schülersprecher Lisa-Marie Nixdorf und Marquel Roberson in ihrer gemeinsamen Rede mit Sir Peter Ustinows Zitat: „Heute sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen“ genau die Magie des Moments. Die Entlassfeier gab Schülern, Lehrern, Eltern und allen weiteren zahlreichen Anwesenden der Schulfamilie noch einmal Gelegenheit, die nunmehr zurückliegende Schulzeit Revue passieren zu lassen. Den Auftakt hierzu setzte die Schultheatergruppe, die die Thematik Zeit eindrucksvoll in Szene setzte, was Realschulkonrektor Andreas Rupprecht in seiner Rede, die Zahlen- und Zeitspiele beinhaltete, gleich im Anschluss wieder aufgriff und die Absolventen daran erinnerte, sich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu nehmen. Als Vertreter der Stadt Amberg warf Bürgermeister Martin Preuß einen Blick sowohl in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft und warb bei den Absolventen dafür, ihre Heimatstadt Amberg und das Amberg-Sulzbacher Land mit ihren beruflichen Perspektiven nicht zu vergessen. Elternbeiratsvorsitzender Heiko Schneider ließ die zurückliegenden Jahre der Schüler Revue passieren, indem er die schulischen Schlüsseljahre des Jahrgangs (2007 Einschulung, 2011 Übertritt) mit den damaligen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen verknüpfte. Mit Hilfe zahlreicher Bilder und Karikaturen aus dem Internet skizzierte Realschuldirektor Matthias Schall in seiner humorvollen und sehr anschaulichen Rede die zurückliegenden Schuljahre der Absolventen nach und ging dabei immer wieder auf die Rolle der modernen Medien im Unterricht wie im Leben der Schüler ein. Er beleuchtete dabei die Rubriken Unterrichtsfächer, Lehrer, Noten und Eltern, bevor er mit einem Ausblick und seinen besten Wünschen für die Absolventen schloss und ihnen versicherte, dass ihnen mit ihrem Realschulabschluss so gut wie alle Türen offen stehen.

Zwischen den Reden war den Anwesenden immer wieder Zeit vergönnt, um den eindrucksvollen Klängen der Bigband, der Schulband oder der Solistin Melanie Kardonskij am Klavier zu lauschen. Herzstück der Veranstaltung war natürlich die feierliche Überreichung der Abschlusszeugnisse. Von den 196 angetretenen Schülern bestanden 191 mit Erfolg, 28 von ihnen sogar mit einem Notendurchschnitt besser als 2,0. Die elf besten Schülerinnen und Schüler durften nach der Zeugnisübergabe nochmals auf die Bühne treten und den Applaus des voll besetzten ACCs genießen, der bei der Ehrung der drei Schulbesten – Lisa Kustner, Felix Trettenbach und Sebastian Glaser – noch weiter anschwoll.

Big Band, Bach und Boarisch

Traditioneller „Musischer Abend“ an der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule wartete mit breit gefächertem Programm auf

Gewohnt schwungvoll eröffnete die Big Band – mit ungefähr 20 Schülern das größte Ensemble der Schule – den sommerlich-heißen Konzertabend, der diesmal wieder in der Aula des neu sanierten Altbaus stattfinden konnte. Nach der Begrüßung durch Schulleiter Matthias Schall setzte das Ensemble unter der bewährten Leitung von Anton Lottner – der auch die Moderation übernommen hatte - das musikalische Programm fort. Bei „Brass in the Basement“ traten auch die sonst eher auf Begleitfunktion reduzierten tiefen Bläser in den Vordergrund. Es folgten Klavierbeiträge am neu restaurierten Flügel der Schule: Thorsten Wallner (7b) spannte mit der eher zarten „Musette“ von Johann Sebastian Bach und dem schwungvollen „I´m a Pirate“ („Piraten der Karibik“) den Bogen vom Barock zur aktuellen Filmmusik. Auch Adam Leifridt (5c) widmete sich mit der „Comptine d´un autre ete“ der Filmmusik („Die fabelhafte Welt der Amelie“), wobei er sowohl mit seinem virtuosen Klavierspiel als auch mit seinem Auftritt den Charakter der Hauptfigur gut vermitteln konnte.

Eine spontan formierte Rock-Band aus der Klasse 9b (Michael Weigert - E-Piano, Artur Nonnenmacher – Gitarre; Emilio Morawiec - Bass, Jacob Schwab - Drums) stellte zwei absolute Klassiker der Rockmusik, „House oft he Rising Sun“ sowie „Tears in Heaven“ als eindrucksvolle Instrumentalversionen vor. Margarita Nazarov (9c) konnte mit ihrem impulsiven Gesang von „Let it go“ das Publikum begeistern. Marie Birner, Luzia Ehbauer, Janine Fritsche, Johanna Meiler, Violette Ulrich und Michelle Wallner (alle 9e) boten eine schwungvolle Tanzdarbietung zu „Rock around the clock“, was das Publikum zum Mitswingen animierte. Trotz tropischer Hitze konnten auch Tanzpartner aus dem Publikum für eine zweite Runde motiviert werden. Die eigentliche Pianistin für „River flows in you“ war zwar kurzfristigst erkrankt, Julia Eckl (7c) übernahm aber sehr spontan und überzeugte durch absolute Souveränität. Eine Reminiszenz an die Schul-Kirwa vom Mai brachten die authentischen boarischen Beiträge des Volksmusik-Ensembles Julian Baumgartner, Moritz Koberstein sowie Louis und Marco Übler. „Die Sternpolka“ der Bläserklasse schloss sich stilistisch perfekt an. Die Bläserklasse ist eine Einrichtung der Schule, die in der 5. und 6. Klasse im Rahmen des regulären Unterrichts freiwillig besucht werden kann und grundlegende Kenntnisse der Musiktheorie, des Ensemblespiels und natürlich das Erlernen eines Blasinstruments beinhaltet. „Oh when the saints“ spannte den lebendigen jazzigen Bogen zum anschließenden „Let´s play Dixie“ des Saxophonsolisten Erik Wild (5d). Mit der Schulband betrat ein weiteres Ensemble der Schule die Bühne. Bei „Stay with me“ standen die Sängerinnen (Julia Eckl und Jasmin Keski) im Vordergrund, v.a. Solistin und 10.-Klässerin Jasmin Keski beeindruckte durch impulsiven Gesang. Dies setzte sich bei „Spirits“ fort, wobei hier auch Moritz Koberstein an der Gitarre, Lilly Pfab am E-Piano sowie Leon Panzer und Roman Klein an den Drums Akzente setzen konnten. Beim kraftvollen Schlussstück „Ex´s and Oh´s“ konnte das gesamte Ensemble sowohl seine wahre Power als auch perfekte Abstimmung untereinander zeigen. Begeisterter Schluss-Applaus bei den Schlussworten durch Moderator Anton Lottner spiegelte nochmals einen gelungenen musikalischen Abend. „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ – der Rausschmeißer der Bigband – animierte sowohl manchen zum spontanen Mittanzen als auch zum anschließenden Biergartenbesuch.

Besuch buddhistisches Zentrum

Im Rahmen des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts fand am Schuljahresende 2016/17 zum Thema „Buddhismus“ eine Exkursion mit vier 8. Klassen in das buddhistische Zentrum in Teublitz (Ortsteil Katzdorf) statt. In der ehemaligen Grundschule ist seit 2012 eine buddhistische Gemeinde beheimatet. Der Verein Ruamjaipak hatte das Schulhaus von der Stadt Teublitz angekauft. Er baute es zu einem buddhistischen Meditationszentrum mit der größten Buddha-Statue Europas aus. Mönche der buddhistischen Ordensgemeinschaft „Wat Thasung“ aus der Provinz Uthai-Thani zogen ein und verkünden dort seitdem ihren Glauben.

Die Schüler konnten durch die Begegnung mit den Mönchen einen Einblick in die buddhistische Lebensweise erhalten und buddhistische Bräuche und Traditionen kennenlernen. Des Weiteren hatten sie die Gelegenheit, den dort ansässigen Mönchen Fragen zu deren Religion und Weltanschauung zu stellen, was auf reges Interesse seitens der Schüler stieß.

Besonders beeindruckend war für die Schüler die gemeinsame Meditation mit den Mönchen, die am Ende jedem ein selbst geknüpftes Freundschaftsband überreichten. Im Anschluss wurden alle zu einem reichhaltigen buddhistischen Buffet eingeladen, welches Mitglieder der Gemeinde eigens für die Klassen zubereitet hatten. Als kleines Dankeschön überreichten die Schüler den Mönchen eine kleine freiwillige Spende sowie Blumenschmuck.

Kirchenralley

Am Montag, den 17.07. und am Dienstag, den 18.07. besuchten unsere 5. Klassen im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts die Amberger Kirchen. Während die Klassen 5b und 5d am Montag unterwegs waren, machten sich die Klassen 5a und 5c am Dienstag auf, den Lernort „Kirche“ zu erkunden.

Nach dem Treffen an der Realschule marschierten wir gemeinsam in die Amberger Innenstadt, wo wir uns in Gruppen aufteilten, um abwechselnd die beiden katholischen Kirchen St. Martin und St. Georg sowie die evangelische Paulanerkirche zu besichtigen. Mit Fragebögen ausgestattet ließen wir die unterschiedlichen Kirchenräume auf uns wirken. Deutlich sichtbar wurden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten. Vor allem beeindruckten uns die unterschiedlichen Baustile der drei Kirchen und ihre Ausgestaltungen. Wir erfuhren, dass St. Martin die zweitgrößte Kirche der Oberpfalz ist und waren erstaunt über die Ruhe und Stille, die im Kircheninneren trotz der Lage im Stadtzentrum herrschen. In St. Georg erhielten wir interessante Informationen durch den dortigen Mesner, der uns auch die Sakristei zeigte. Dort durften wir wertvolle alte Monstranzen und Messgewänder in Augenschein nehmen. In der evangelischen Paulanerkirche überraschte uns die Schlichtheit der Ausgestaltung und hier lag das Hauptaugenmerk auf den Unterschieden zwischen einer evangelischen und einer katholischen Kirche.

Nach so viel kultureller und religiöser Information brauchten wir unbedingt eine Abkühlung und so genehmigten wir uns noch ein Eis am Marktplatz, ehe wir dort gegen Mittag von unseren Lehrkräften entlassen wurden und nach Hause durften. Ein interessanter und lehrreicher Vormittag ging damit zu Ende.

Besuch Techmania

Unsere technikbegeisterten sechsten Klassen machen sich am Donnerstag den 13.07 auf nach Pilsen, um dort das Techmania, ein Physikmuseum zum Anfassen, zu besuchen.

Bevor es losgehen konnte, mussten zuerst einmal alle Ausweise kontrolliert werden, da man ohne die nötigen Papiere nicht in die Tschechische Republik einreisen darf. Und dann ging es endlich los! Unsere zwei Busse setzten sich in Richtung Grenze in Bewegung. Auf der Hinfahrt war es angenehm leise, was wahrscheinlich daran lag, dass viele noch ein wenig Schlaf nachholten, um fit für die Entdeckungstour im Techmania zu sein.

Nach zweistündiger Fahrt erreichten wir unser Ziel und sammelten uns vor dem riesigen Gebäudekomplex. Dort wurden die Eintrittsarmbänder verteilt, wobei zwei Schülerinnen sich bereits ganz ohne Armbänder Zutritt zu den Ausstellungen verschafft hatten und erst beim Versuch das Planetarium zu betreten, bemerkten, dass sie wohl etwas Wichtiges vergessen hatten.

Unsere Forscherklassen entdeckten mit großer Begeisterung die physikalischen Themenwelten, führten physikalische Experimente durch und erlebten so die Physik hautnah. Besonders hatte es den Schülern und Schülerinnen der sechsten Klassen das überlebensgroße "Jojo" angetan. Hier konnten sie sich mit eigener Kraft über einer großen Weichbodenmatte selbst zum Schweben bringen. Auch die Wasserwelt fand begeisterten Anklang bei den Kindern, da sie hier in die Naturgesetze abtauchen konnten. So konnten die Schüler und Schülerinnen ausprobieren, wie in der Natur der Wasserkreislauf - von der Entstehung von Niederschlägen und des Grundwassers über ihren weiteren Weg bis zum Meer - funktioniert. Außerdem war es den Schülern und Schülerinnen anhand von Modellen, wie dem der Archimedischen Schraube, eines Schaufelrades und eines Wasseraufzuges möglich, durch eigene Anwendungen ihr Verständnis zu vertiefen.

Im Planetarium bestaunten unsere Forscher und Forscherinnen physikalische und astronomische Erscheinungen und Phänomene. Doch besonders beliebt war das Gyroskop, ein riesiges Kreiselinstrument, in welches sich die Mutigsten hineinsetzten, um die physikalischen Kräfte des Drehmoments und der Schwerkraft am eigenen Körper wahrnehmen zu können.

Nach vier spannenden Stunden des Entdeckens und Ausprobierens verabschiedeten wir uns vom Techmania und begaben uns auf einen Spaziergang durch die historische Altstadt von Pilsen. Auf der anschließenden Heimreise wurden die vielen interessanten Eindrücke von unseren Schülern und Schülerinnen rege besprochen. Um 17 Uhr kamen wir wieder in der Fuggerstraße 15 an, wo die Forscher ihren Eltern begeistert von ihren Abenteuern und Erlebnissen im Techmania erzählten.

Regionaler KOMPASS-Tag

"KOMPASS, was is na des?" Die Gruppe "Theaterfieber" der Schönwerth-Realschule Amberg stimmte die rund fünfzig Teilnehmer und geladenen Gäste des ersten regionalen KOMPASS-Tages in der Oberpfalz auf das Thema der eintägigen Lehrerfortbildung mit einem szenischen Spiel ein und gab bereits erste Antworten auf diese Frage. KOMPASS steht für Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein.

Nach der Begrüßung durch Realschuldirektor Matthias Schall, der selbst eine mit dem KOMPASS-Prädikat ausgezeichnete Schule leitet, skizzierte die Ministerialbeauftragte für die Realschulen der Oberpfalz, Frau Maria Kinzinger, in ihrem Grußwort kurz den Werdegang des bayernweiten Projekts KOMPASS. Ausgangspunkt der Initiative sei der 2007 ins Leben gerufene Schulversuch gewesen, der die Stärkenorientierung in der Pädagogik in den Vordergrund gerückt habe und auf alle zentralen Bereiche von Schule abziele: auf Unterricht und Schulleben, auf die Förderung von Selbstkompetenz und Sozialkompetenz sowie auf Werteerziehung und Persönlichkeitsentwicklung. "Wenn Menschen ständig gesagt bekommen, was sie nicht können, verlieren sie den Mut, herauszufinden, zu welch Großartigem sie wirklich fähig wären", so die Ministerialbeauftragte.

Dass KOMPASS-Maßnahmen an Schulen Wirkung zeigen, belegte Dr. Nikolaus Schröck vom Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik der Universität Bamberg im Anschluss mit seinem Impulsvortrag zum Thema "Anerkennung! Zu den Effekten von Kompetenz- und Stärkenorientierung". Er präsentierte die Ergebnisse einer empirischer Längsschnittstudie, die während des Modellversuchs durchgeführt worden war, und appellierte abschließend an die Fortbildungsteilnehmer: "Wagen Sie Anerkennung!"

Ein stärken- und kompetenzorientierter Umgang mit Schülerinnen und Schülern wird bereits an vielen Oberpfälzer Realschulen gelebt - davon konnten sich die Lehrkräfte beim sogenannten "Marktplatz der Ideen" am Nachmittag überzeugen. Neun Realschulen (Schönwerth-Realschule Amberg, Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule Regenstauf, Konrad-Adenauer-Realschule Roding, Staatliche Realschule Obertraubling, Gregor-von-Scherr-Realschule Neunburg vorm Wald, Staatliche Realschule Furth im Wald, Maristen-Realschule Cham, Staatliche Realschule für Mädchen Neumarkt, Realschule Waldmünchen, Albert-Schweitzer-Realschule Regensburg, Edith-Stein-Realschule Parsberg) zeigten anhand von Infoständen Ãußerst anschaulich, mit welchen konkreten Methoden, Projekten oder Einzelmaßnahmen an den eigenen Schulen der KOMPASS-Gedanke umgesetzt wird. Zudem waren Vertreter der Handwerkskammer, die ein Kooperationspartner der Schönwerth-Realschule ist, vor Ort und präsentierten die in den 8. Klassen durchgeführte Potentialanalyse. Diese macht den Schülerinnen und Schülern deutlich, in welchen Bereichen sie ein besonderes Geschick haben. Im Anschluss an die Analyse wird es den Jugendlichen in den Werkstattwochen ermöglicht, ihr praktisches Geschick unter Beweis zu stellen und in verschiedene Bereiche des Handwerks und der kaufmännischen Ausbildung hinein zu schnuppern.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete schließlich die Ernennung der Realschule am Kreuzberg Burglengenfeld und der Naabtal-Realschule Nabburg zu KOMPASS-Schulen. Beide Realschulen hatten sich im Vorfeld aufgrund zahlreicher Maßnahmen und Projekte zur Kompetenz- und Stärkenorientierung erfolgreich um diesen Status beworben. Ministerialrat Rüdiger Wieber vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst, überreichte Realschuldirektorin Hannelore Reil-Heinig und Realschuldirektor Klaus Biersack das offizielle KOMPASS-Logo und beglückwünschte die neuen Schulen zu ihrem Status.

"Realschulkirwa" ein voller Erfolg

Das findet man wohl sogar in Bayern kein zweites Mal: ein Kirwabaum im Schulhof! Von weitem bereits sichtbar, lockte dieser am Freitag, den 05. Mai, zahlreiche Eltern, Ehemalige und eine große Schar weiterer Interessierte an unsere Schönwerth-Realschule, die ihren diesjährigen Tag der offenen Tür unter das Motto "Realschulkirwa" gestellt hatte.

Unsere Schule war an diesem Tag in ungewohntes Gewand gehüllt: Schüler wie Lehrer waren in großer Mehrheit in Tracht erschienen, was insbesondere dem Schulhof, der eher einem Festplatz glich, ein gemütlich-festliches Flair gab. Dazu trugen auch das von Schülern eigenständig einstudierte Austanzen des Kirwabaums bei, genau wie die Musikeinlagen, die neben echter, zünftiger Kirwamusik auch schwungvolle Klänge der Schulbigband oder Poppig-Rockiges der Schulband boten. Für das leibliche Wohl war mit alkoholfreien Getränken, frischen Bratwürsten und allerlei weiteren bayerischen Schmankerl zwar klar traditionell regional gesorgt, kulinarische Ausflüge über die bayerischen Landesgrenzen hinaus waren aber ebenso im Angebot. Bei trockenem Wetter ließ es sich wunderbar im Freien aushalten, wo man beispielsweise den wettkämpfenden Schulklassen bei der Bayern-Olympiade zusehen konnte, die in einem spannenden Mehrkampf mit Disziplinen wie Fingerhakeln oder Maßkrugstemmen ihren Bayerischen Meister suchten. Innen im Schulgebäude war das Angebot nicht weniger mannigfaltig. Die Chemie-Show bot explosive Einblicke in den Realschulalltag, beim Torwandschießen in der Turnhalle versuchte sich so mancher als Profi, die Sendungen des Schulradios verrieten allerlei Interessantes über das Schulleben, in den Werkräumen konnte man sein handwerkliches Geschick und beim Schachrätseln seine strategischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Fast alle Unterrichtsräume waren mit Quiz-Wettkämpfen, Ausstellungen, Experimenten und Aktionen verschiedenster Art belegt. Wer sich einen räumlichen Gesamteindruck der nunmehr fertig sanierten Schönwerth-Realschule verschaffen wollte, der schloss sich einer der zahlreichen von Schülern geleiteten Schulhausführungen an.

Die insgesamt zweite "Realschulkirwa" in der mehr als 40-jährigen Geschichte unsere Schule war für alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder der Schulfamilie ein schönes und ganz besonderes Gemeinschaftserlebnis.

 

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