Schüler helfen Schülern – das Tutorensystem an unserer Schule

Die Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule bietet Schülern, die in einem Fach Hilfe brauchen, ein Nachhilfesystem durch Schülertutoren. In derzeit 46 Lerngruppen unterstützen vor allem Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe jüngere Schüler beim Lernen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, BWR, Französisch, Physik und Chemie.

Die Tutoren werden auf Anfrage der Eltern von Frau Schüller vermittelt. Die Tutorenstunde findet einmal wöchentlich von 13:15 bis 14:00 Uhr im Hauptgebäude in der Fuggerstraße statt. Die Tutoren erhalten von den Schülern pro Stunde eine Aufwandsentschädigung von 3 €.

Der Einstieg in das Tutorensystem ist ganzjährig möglich.

Unser Dank gilt in diesem Bereich auch dem Elternbeirat, der die Tutoren schon mehrmals mit einer Spende bedacht hat, sodass Lernmittel angeschafft werden konnten.

Streitschlichter

„Streit – Nein Danke“ – unter diesem Motto sind nun schon seit einigen Jahren ausgebildete Schülerinnen und Schüler an unserer Schule als Streitschlichter tätig.

Das Konzept der Streitschlichtung basiert auf der Überzeugung, dass bei Streitigkeiten beide beteiligten Parteien berechtigte Interessen haben und dass nicht eine Partei auf Kosten der anderen gewinnen muss. Kreative Lösungen, das sorgfältige Aushandeln in Gesprächen ermöglichen es in vielen Fällen Lösungen zu finden, bei denen die Interessen beider streitenden Parteien berücksichtigt werden.

So liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf dem Einüben der fünf Phasen der Streitschlichtung

  1. Vorstellen des Ablaufes der Streitschlichtung / Gesprächsregeln
  2. Sichtweise der   einzelnen Konfliktparteien darstellen
  3. Konflikterhellung, d.h. verborgene Gefühle, Interessen und Hintergründe sollen zum Ausdruck gebracht werden
  4. Problemlösung: Sammeln und Entwickeln von Lösungsmöglichkeiten
  5. Übereinkunft: die Konfliktparteien einigen sich auf Lösungsvorschläge, die schriftlich festgehalten und unterschrieben werden

Nachdem die Regeln für das Schlichtungsgespräch ausgearbeitet sowie Unparteilichkeit und absolute Verschwiegenheit als oberstes Gebot festgelegt sind, kann der Praxisbezug hergestellt werden. Dazu werden Gruppen mit je 4 Schülern gebildet, die die älteren Streitschlichter betreuten. Diese haben die Aufgabe, zunächst ein Streitgespräch vorzuführen. Danach waren die Neuen an der Reihe. An mehreren Übungsfällen können sie nun unter den kritischen Augen der „Großen“ ihr erworbenes Wissen in unterschiedlichen Rollen anwenden.

Einige Wochen später findet ein zweites Treffen statt, das in erster Linie der Vertiefung und Auffrischung des bisher Gelernten dient.

Die Streitschlichter sitzen in den „Startlöchern“ und warten auf Arbeit. Daher die Bitte an alle Schüler: Bei Problemen und Streitigkeiten, bei denen ihr ohne Hilfe von außen nicht weiterkommt, ihr aber die Lehrer nicht einschalten wollt, geht zu den Streitschlichtern. Anzutreffen sind sie täglich in der großen Pause – bei schönem Wetter im Pausenhof beim Treppenaufgang zu den Containern, bei Regenpause in der neuen Aula beim Treppenaufgang.

Auch die Eltern und vor allem die Kollegen bitten wir, die Schüler zu ermuntern, die Möglichkeiten der Streitschlichtung zu nutzen.

Pausenhelfer

Es gibt sie an der Schönwerth-Realschule erst seit dem Schuljahr 2015/16 und doch sind sie aus unserem Schulleben längst nicht mehr wegzudenken: unsere Pausenhelfer.

Mit einem gelben Erkennungsbutton versehen, leisten jedes Schuljahr zwischen 100 und 150 (!) Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen einen für das gemeinsame Schulleben von Lehrern und Schülern sehr wertvollen Freiwilligendienst.

An neuralgischen Punkten positioniert, unterstützen sie die aufsichtführenden Lehrkräfte und tragen dadurch aktiv zu einem fairen, sicheren und geordneten Miteinander in den beiden Pausen bei. Die Pausenhelfer versuchen beim Pausenverkauf ein Vordrängeln zu verhindern, haben ein Auge auf potenzielle „Auftreiber“, versuchen entstehende Rangeleien der aufsichtführenden Lehrkraft frühzeitig zu melden und verwehren Mitschülern den Zugang zu den Gebäudeteilen, die nicht als Pausenbereiche freigegeben sind. Aufgrund unseres verzweigten Schulgebäudes ist die große Mehrheit unserer Pausenhelfer dieser letztgenannten Aufgabe zugeordnet.

Durch ihren Dienst leben die Schüler soziales Engagement. Sie erleben dabei dessen Herausforderungen gleichermaßen wie die Freude und Befriedigung, die ein Einbringen in die Gesellschaft im Gegenzug mit sich bringt. Im Umgang mit ihren Mitschülern müssen die Pausenhelfer sowohl Höflichkeit an den Tag legen wie ggf. auch Durchsetzungsvermögen und Entschlossenheit unter Beweis stellen.

Im ersten Erprobungsdurchlauf in 2015/16 waren die Pausenhelfer nur in der 1. Pause im Einsatz. Von Anfang an erfreute sich der Dienst als Pausenhelfer jedoch so großer Beliebtheit, dass es mitunter gar nicht so einfach war, für alle Interessierten eine entsprechende Aufgabe zu finden. Seit dem Schuljahr 2016/17 sind die Pausenhelfer deshalb auch in der 2. Pause im Einsatz. 

Die Pausenhelfer – dank des großen Engagements unserer Schüler ein absolutes Erfolgsmodell an der Schönwerth-Realschule.